Ein Spiel noch. Dann ist die Bundesliga-Saison 2025/26 Geschichte. Zum Abschluss gastiert Borussia Dortmund am Samstag (16. Mai, 15:30 Uhr) beim SV Werder Bremen.
Ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage: Die Vize-Meisterschaft ist dem BVB nicht mehr zu nehmen. In der Geschichte der Bundesliga (seit der Saison 1963/64) landen die Schwarz-Gelben damit zum zehnten Mal auf dem zweiten Platz. Die aktuelle Vizemeisterschaft sicherte sich das Team am vergangenen Wochenende durch den 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Damit zog Dortmund in der Statistik mit dem bisherigen alleinigen Rekord-Vizemeister FC Bayern München gleich.
Die Bremer sicherten sich nach einer mühseligen Spielzeit mit dem Trainerwechsel von Horst Steffen zu Daniel Thioune den Klassenerhalt – ebenfalls in der Vorwoche. Obgleich bei den Weserstädtern gerade einmal 32 Punkte auf der Habenseite stehen, droht ihnen von dem Trio im Keller keine Gefahr mehr. Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli sammelten bislang mickrige 26 Zähler.
Der SV Werder hat auch schon einmal bessere Zeiten gesehen. So feierten die Bremer immerhin sieben Vize-Meisterschaften und landeten viermal sogar ganz oben – zuletzt 2004. Der letzte große Erfolg stammt aus der Saison 2008/09, als die Grün-Weißen den DFB-Pokal durch ein 1:0 im Finale gegen Bayer Leverkusen gewannen.
Kovac auf den Spuren Lucien Favres
BVB und SVW standen sich in der Bundesliga bislang 113-mal gegenüber. Die Borussia liegt mit 50:42 Siegen bei 21 Unentschieden und einem Torverhältnis von 185:178 vorn. In den vergangenen Jahren feierten die Bremer im direkten Duell mit den Dortmundern allerdings nur wenige Erfolgserlebnisse. Von den jüngsten 14 Partien gewannen sie lediglich eine – und zwar am 3. Spieltag 2022/23, als sie einen 0:2-Rückstand spektakulär in der Schlussphase noch in einen 3:2-Erfolg drehten. Dagegen gewannen die Westfalen achtmal. In fünf Begegnungen teilten sich die Klubs die Punkte.

Niko Kovac muss sich aufgrund einer angeblich wenig attraktiven Spielweise häufig Kritik anhören. Doch die Punkteausbeute des BVB-Trainers kann sich sehen lassen. In der Hinserie holte sein Team 36 Zähler, in der Rückrunde 34. Das bedeutet jeweils Platz zwei hinter dem FC Bayern.
Nach einem Sieg an der Weser stünde die Borussia bei 73 Punkten. Das wäre das beste Ergebnisse seit sieben Jahren. In der Spielzeit 2018/19 fuhr der BVB unter der Regie von Lucien Favre 76 Zähler ein.
