Presseschau Werder Bremen vs. BVB: „Sommerkick ohne Sommer“

Zum Abschluss der Saison siegt der BVB mit 2:0 bei Werder Bremen, wobei deren Torhüter Mio Backhaus lange einem Sieg im Wege stand. Schließlich gelingen doch zwei Tore und drei Punkte, was die Presse wie folgt kommentiert.

Für die Sportschau berichtet Marcus Bark, dass es noch zwei frühen BVB-Chancen erst einmal langweilig in den Strafräumen geworden sei. Zentrales Duell der Partie sei jenes zwischen Serhou Guirassy und Mio Backhaus gewesen, in dem dieser nach einer Stunde das Nachsehen hatte. Guirassy nickte eine Flanke vom scheidenden Brandt ein. Werder bemühte sich zwar, die nächste Heimniederlage zu verhindern. Beide Treffer aber wurden wegen abseits nicht anerkannt, was Yan Couto in der 90. Minute ermöglichte, den Endstand zum 2:0 herzustellen.

Man habe beiden Teams deutlich angemerkt, dass es für sie um nichts mehr ging, merkt die FAZ an. Bei Werder sei die Erleichterung über den bereits erreichten Klassenerhalt schon in der Woche vor dem Spiel spürbar gewesen. Zwar habe man ein „munteres Spiel“ geboten bekommen. Allzu lange in Erinnerung bleiben werde dieser Sommerkick, bei dem nur der Sommer fehlte, allerdings nicht.

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

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Mangelnden Einsatz könne man Werder nicht vorwerfen. Allerdings habe wie in der gesamten Saison jegliche Durchschlagskraft im Spiel nach vorne gefehlt, bemängelt der Weser-Kurier. Zudem habe der BVB gut verstanden, die taktischen Maßnahmen Bremens adäquat zu beantworten. Hatte Werder in der ersten Hälfte abgesehen von der Anfangsphase noch ein optisches Übergewicht, übernahm im zweiten Durchgang Borussia Dortmund die Kontrolle. Wie so häufig positiv auffällig: die Diagonalbälle von Nico Schlotterbeck. Letztlich sei das 0:2 ein passendes Ergebnis. Werder sei nicht komplett unterlegen gewesen, habe aber nicht in die Nähe eines Punktgewinns gefunden.

Auf die beste Punktzahl des BVB seit sieben Jahren weist die WAZ hin, der in Bremen einen „versöhnlichen Saisonabschluss“ erlebt habe. Mit fünfzehn Partien ohne Gegentor stellte man einen Vereinsrekord ein, während die Partie selbst mit „wenigen Highlights“ auskommen musste. Werder sei offensiv zu harmlos gewesen. Ansonsten befasst sich die WAZ vornehmlich mit Fragen der Kadergestaltung der näheren Zukunft, so wenig Berichtenswertes geschah im Weserstadion.

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