Joane Gadou wechselte im Sommer 2026 von RB Salzburg zu Borussia Dortmund. Der junge Innenverteidiger kam mit einigen Vorschusslorbeeren. Kein Wunder, denn in Salzburg war er ein Spieler, der schon früh voranging.
Womöglich muss er genau das gleich in Dortmund machen. Denn die Personaldecke im Abwehrzentrum ist eher dünn. Und der eigentliche Anführer, Nico Schlotterbeck, der Tempo und Struktur im Aufbau diktiert. fehlt noch lange.
Er verletzte sich bei der Weltmeisterschaft und wird, so scheint es aktuell, allerfrühestens Mitte bis Ende September zur Verfügung stehen.
Gadou muss früh Verantwortung zeigen
Für Gadou bedeutet das, dass eine essenziell wichtige Stütze in der Abwehr wegfällt. Ein Spieler, der ihm Dinge zeigen, ihm die Akklimatisierung erleichtern kann. Klar, Waldemar Anton ist auch ein Führungsspieler und zwar ein recht wichtiger beim BVB, aber er wird in der neuen Saison zum Start erst einmal mit vielen jungen Spielern zu tun haben.

Die Idealvorstellung der Dortmunder war, dass Gadou in der Vorbereitung herangeführt wird und dann sukzessive mehr Aufgaben in der Abwehr übernimmt. Geführt von Anton und Schlotterbeck.
Jetzt wird er ins kalte Wasser geworfen. Immerhin kommt das nicht überraschend, weil die Schlotterbeck-Verletzung ja auch schon eine Weile her ist.
In den Vorbereitungsspielen wird es deswegen auch darum gehen, Abläufe zu trainieren, ihn in das Aufbauspiel einzubinden und das andauernd. Dass er so früh Verantwortung zeigen muss, kann natürlich hemmen, aber es kann auch eine große Chance für ihn und für die Schwarzgelben sein.
Gadou bringt alle Qualitäten mit
Hierbei sollte man auch nicht vergessen, dass Gadou früh zum Profi wurde und schon einige Spiele auf dem Buckel hat und das in seinem Alter. Physisch bringt er alles mit, um in der Bundesliga Fuß zu fassen.
Der Franzose, der auch die ivorische Staatsbürgerschaft besitzt, ist 1,95m groß und hat vor allem in der Jugend bei PSG auch einiges gelernt, was das Spielverständnis und den Aufbau angeht. Genau davon wollen die Dortmunder jetzt auch profitieren, wissen aber gleichzeitig, dass sie ihm auch einräumen müssen, Fehler zu machen.
