Transfer-Coup am Deadline Day: Wie Jobe Bellingham Arsenals Nwaneri zum BVB lockte

Plötzlich ging alles ganz schnell. Aufgrund der schweren Verletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias (23) wurde Borussia Dortmund noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Die Wahl fiel auf Ethan Nwaneri (19) vom FC Arsenal.

„Wir haben das zu Ende gebracht. Und jetzt bin ich hier“, kommentiert der offensive Mittelfeldmann in einem Vereinsinterview die Aufregungen am Deadline Day. Bis Ende dieser Saison trägt Nwaneri den Dress des BVB. „Es ist schon auch hektisch. Es passiert eine Menge im Hintergrund. Aber man muss einfach das Ziel im Auge behalten. Auch mal Daumen drücken.“

Im ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison erwischte es Konstantelias mit einem Riss des Kreuzbandes. In der Partie gegen den Hamburger SV (2:0) hatte der Grieche mehr als eine Halbzeit lang groß aufgespielt. Doch dann kam der folgenschwere Zweikampf mit HSV-Spieler Bakery Jatta (28) in Minute 52.

Alles entwickelte sich „ganz schnell“, verrät Nwaneri. „Schon nach wenigen Stunden gab es fortgeschrittene Gespräche im Hintergrund. Also, sobald ich vom Interesse erfuhr, war ich bereit, aufzubrechen.“ Als „einen sehr talentierten und technisch enorm versierten Mittelfeldspieler“, bezeichnet Lars Ricken (50), Geschäftsführer Sport des BVB, den Neuen aus der englischen Hauptstadt.

Abstecher nach Marseille

Seit 2015 jagte Nwaneri für den FC Arsenal dem runden Leder hinterher. Unterbrochen nur durch eine Leihe zu Olympique Marseille in der Rückrunde 2025/26. Für die Profis der Gunners absolvierte er trotz seines noch jugendlichen Alters bereits 51 Pflichtspiele, in denen er zehn Treffer erzielte und zwei weitere vorbereitete. Für OM kam er in elf Partien zum Einsatz (zwei Tore, ein Assist).

„Ich glaube, jede der vier Offensivpositionen passt zu mir. Hauptsache irgendwo im Angriff, das Tor in meiner Nähe. Ich mag die Nähe zum Tor“, beschreibt der Youngster seine bevorzugte Rolle auf dem Platz. „Egal, ob auf den Flügeln oder zentral.“

Jobe Bellingham, Ethan Nwaneri und Harvey Elliott
Foto: Getty Images

Für die englische U21-Nationalelf lief Nwaneri bereits 15-mal auf (fünf Treffer). Dort stand er an der Seite von Jobe Bellingham (20). „Er hat die ganze Zeit gesagt, dass ich zum BVB kommen soll“, berichtet er von den Bemühungen seines Landsmannes.

Auf den letzten Drücker wechselte Nwaneri zur Borussia. In der Vorbereitung spielte er noch gegen seinen neuen Klub, traf beim 2:3 im Duell um den Emirates Cup zum zwischenzeitlichen 1:2. „Ich bin hier und werde um meinen Platz in der Mannschaft kämpfen“, will er sich in Dortmund durchsetzen.

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