Nach dramatischem BVB-Sieg: Kobel sorgt mit kurioser Aussage für Lacher

Nach dem dramatischen 3:2-Pokalsieg des BVB gegen Werder Bremen scherzt Gregor Kobel über den Spielverlauf, während Trainer Niko Kovac Kritik übt.

Was für ein verrückter Pokalabend in Dortmund! Borussia Dortmund hat gegen Werder Bremen einen sicher geglaubten Sieg beinahe noch verspielt. Erst ein später Geniestreich von Marcel Sabitzer bewahrte den BVB vor der Verlängerung. Nach dem dramatischen 3:2-Erfolg sorgte ausgerechnet Torhüter Gregor Kobel mit seiner Reaktion für einige Lacher.

Der Schweizer nahm den zwischenzeitlichen Zusammenbruch seiner Mannschaft mit Humor. „Wir waren super im Spiel, haben souverän 2:0 geführt. Und dann dachten wir: Komm, wir machen es ein bisschen spannend“, erklärte Kobel nach dem Abpfiff scherzhaft. Tatsächlich deutete lange Zeit wenig auf einen derart turbulenten Spielverlauf hin. Dortmund bestimmte zunächst das Geschehen und erspielte sich durch Treffer von Serhou Guirassy und Carney Chukwuemeka eine scheinbar beruhigende Führung.

Doch Werder meldete sich eindrucksvoll zurück. Nach der Halbzeit präsentierten sich die Schwarz-Gelben plötzlich anfällig, verloren wichtige Zweikämpfe und ermöglichten den Gästen immer wieder gefährliche Angriffe. Ex-BVB-Stürmer Niclas Füllkrug nutzte die Schwächen eiskalt aus und brachte Bremen mit zwei Toren zurück ins Spiel.

BVB-Keeper Kobel scherzt nach dramatischem Pokalsieg

Die Entscheidung fiel schließlich erst tief in der Nachspielzeit. Sabitzer zirkelte einen Freistoß unhaltbar ins Tor und versetzte die 81.365 Zuschauer im Signal-Iduna-Park in Ekstase. Kobel hatte für den spektakulären Spielverlauf anschließend eine augenzwinkernde Erklärung parat: „Die Fans müssen auch was kriegen für ihr Geld, oder?“

Gregor Kobel
Foto: IMAGO

Sein Trainer konnte dem Auftritt dagegen deutlich weniger Positives abgewinnen. Niko Kovac kritisierte insbesondere die fehlende Ordnung nach dem Seitenwechsel. „Das haben wir taktisch nicht gut gemacht – aber Ende gut, alles gut!“, lautete sein Fazit. Auch Verteidiger Waldemar Anton forderte eine klare Leistungssteigerung. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und zusehen, dass das in den nächsten Spielen abgestellt wird.“

Für Dortmund zählt nach dem Pokal-Krimi zunächst das Weiterkommen. Doch die nächste Bewährungsprobe steht bereits bevor: Am Samstag gastiert der BVB beim FC Bayern München. Gegen den Rekordmeister dürfte ein vergleichbarer Einbruch deutlich schwerer zu verkraften sein.

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