Borussia Dortmund bietet nicht nur Spitzenfußball. Auch die Handball-Frauen und Tischtennis-Herren sind fester Bestandteil der Bundesliga. Künftig sollen sie einen angemessenen Spielort erhalten.
In der Umgebung des Signal Iduna Parks ist der Bau einer großen Multifunktionshalle geplant. Das bekräftigte Hans-Joachim Watzke (66) im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. „Wir haben im Vorstand beschlossen, und darüber bin ich froh und freue mich darauf, dass wir versuchen werden, die lange avisierte Sporthalle in Eigenleistung zu bauen“, sagte der BVB-Präsident.
Als potenziellen Bauplatz für ein neues Projekt hat der BVB eine Freifläche hinter der 1980 eingeweihten Helmut-Körnig-Halle ins Auge gefasst. Ein Planungsbüro ist bereits mit einer Machbarkeitsstudie betraut und erstellt derzeit konkrete Bauentwürfe. Dem Bericht zufolge sind schon für kommenden Mai Gespräche mit der Stadt Dortmund bezüglich der Umsetzung des Vorhabens geplant.
Baukosten bis zu 20 Millionen Euro?
„Alles, was den Spitzensport betrifft hier in Dortmund, sollte dort gebündelt sein. Da sind die Stellplätze da, da ist die Infrastruktur für den ÖPNV da“, erläuterte Watzke das Vorhaben. Laut Ruhr Nachrichten wird das BVB-Projekt mit geschätzten Baukosten von 15 bis 20 Millionen Euro allerdings kein günstiges Unterfangen.

Da die aktuelle Heimspielstätte in Wellinghofen die Lizenzanforderungen für Bundesliga und europäische Wettbewerbe nicht erfüllt, müssen die Dortmunder Handballerinnen regelmäßig ausweichen. Die Situation erfordert eine Lösung, um Auftritte in der Helmut-Körnig-Halle oder im benachbarten Hamm in Zukunft zu vermeiden.
Watzke hält das für inakzeptabel. „Borussia Dortmund muss in der Lage sein, seinen Sportlern auch beste Bedingungen zu gewährleisten“, forderte der 66-Jährige bessere Bedingungen sowohl für die Handball- als auch für die Tischtennis-Abteilung.
