„Weil wir unsere Sache gut machen“: Ex-BVB-Torjäger Haller fiebert der WM entgegen

Sébastien Haller hat schon einmal erfolgreichere Zeiten erlebt. Der 31 Jahre alte ehemalige Stürmer-Star von Borussia Dortmund traf mit schöner Regelmäßigkeit nicht nur im Trikot der Schwarz-Gelben, sondern auch für Eintracht Frankfurt oder Ajax Amsterdam. Aktuell läuft es für ihn beim FC Utrecht aber nicht so wie erhofft. Dennoch träumt er von einer Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft.

Dieser große Wunsch dürfte im Sommer wohl auch in Erfüllung gehen. Trotz einer langen Verletzungspause ist Haller weiterhin fester Bestandteil der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste. Die Wahrscheinlichkeit, dass er dem WM-Kader angehören wird, ist sehr groß. In seinen 34 Einsätzen für die Ivorer traf er immerhin elfmal. 2024 gewann er mit den „Elefanten“ den Afrika-Cup. Beim 2:1-Sieg im Finale gegen Nigeria gelang ihm in der Schlussphase das entscheidende Tor.

Für Haller bedeutet der Erfolg sicherlich mehr als für jeden anderen Spieler. Kurz nach seinem Wechsel zum BVB im Sommer 2022 erkrankte er an Hodenkrebs. Er besiegte nicht nur den Tumor, sondern kehrte auch auf den Fußballplatz zurück. Der Stürmer bestritt insgesamt 41 Pflichtspiele für die Borussia, in denen er zwölfmal traf und sechs Assists lieferte.

Nur ein Treffer

In seiner zweiten Saison für die Westfalen lief es aber nicht mehr so gut für Haller. Meist saß er nur auf der Bank, laborierte zudem an einer langwierigen Verletzung am Sprunggelenk. Im vergangenen Sommer kehrte er nach Utrecht zurück. Für den FC hatte er bereits von 2015 bis 2017 gespielt – höchst treffsicher und erfolgreich.

Seine Bilanz nach seinem Comeback fällt allerdings äußerst dürftig aus. Zwar stand er in dieser Saison bislang wettbewerbsübergreifend 28-mal auf dem Rasen. Allerdings gelang ihm neben vier Vorlagen nur ein einziges Tor.

Sebastien Haller
Foto: Getty Images

Sein Start bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA gilt aber als sehr wahrscheinlich. Dort trifft er mit der Elfenbeinküste in der Gruppenphase neben Ecuador und Außenseiter Curacao auch auf die deutsche Elf. Haller rechnet sich einiges aus. „Es gibt eine Mentalität, die sich schon eine Weile aufgebaut hat. Dazu kommt alles, was wir taktisch erarbeitet haben – und ganz einfach die Qualität der Spieler. Wenn wir keine Tore kassieren, dann, weil wir unsere Sache gut machen“, zitiert ihn die Frankfurter Rundschau aus einem Interview mit der FIFA. „Mit dem Trainer und dem Staff haben wir eine defensive Disziplin entwickelt, die uns stabil macht und dem Gegner kaum Chancen lässt“, warnt er die DFB-Auswahl.

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