Nein, zufrieden ist Gregor Kobel nach der Niederlage im Franz-Beckenbauer-Supercup nicht. Der 28 Jahre alte Schlussmann von Borussia Dortmund musste beim 1:2 gegen den FC Bayern München zweimal hinter sich greifen. Für den Schweizer Schlussmann überwiegen trotz der Pleite allerdings die positiven Aspekte.
Nathaniel Brown (23) und Michael Olise (24) überwanden am Samstagabend die Nummer eins des BVB. Kobel war bei beiden Treffern der Münchener machtlos, bot einmal mehr eine starke Partie. In der 36. Minute fischte er einen Schlenzer von Luis Díaz (29) mit einer Glanzparade aus dem rechten Eck.
Trotz der Niederlage sieht Kobel eine gute Basis für den Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV am nächsten Samstag (29. August, 18:30 Uhr). „Bayern hatte über die gesamte Spielzeit sehr gute Chancen und hätte mehr Tore erzielen können“, analysiert er im Gespräch mit beIN SPORTS. „Am Ende war es schade, denn wir hatten ja noch unsere Chancen.“
In der ersten Hälfte dominierten die Gäste von der Säbener Straße die Begegnung und gingen verdient mit zwei Toren in Führung. Nach dem Wechsel kam der BVB stärker auf und verkürzte durch den eingewechselten Fábio Silva (24). In der Nachspielzeit hatte Maximilian Beier (23) den Ausgleich auf dem Fuß, setzte die Kugel allein vor Manuel Neuer (40) jedoch über den Kasten.
Dritte Finalniederlage in Folge
„Es gab hier und da viele gute Momente“, sagt Kobel. „Man konnte einige vielversprechende Anzeichen erkennen.“ Doch er habe auch beobachtet, dass „viele der Jungs noch neu sind und noch nicht so viel Erfahrung haben“. Er bleibt aber positiv: „Ich glaube, wir werden immer stärker werden.“
Der FC Bayern gab 20 Torschüsse ab, die Borussia lediglich acht. Zudem kamen die Münchener auf 57 Prozent Ballbesitz. „Es war ein intensives Spiel von beiden Mannschaften“, meint der Torhüter, „mit Chancen auf beiden Seiten.“

Seine Mannschaft sei „gut ins Spiel gekommen“, habe „dann aber Bayern durch ein paar Fehler die Oberhand gewinnen lassen“. Besonders frustrierend sei das zweite Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gewesen. Olise ließ sich nach Ballverlust von Jobe Bellingham (20) nicht stoppen und spitzelte die Kugel an Kobel vorbei ins Netz.
Nach dem Wechsel kamen die Schwarz-Gelben stärker auf. „Die zweite Halbzeit war richtig gut“, lobt der 28-Jährige. „Wir sind mehr Risiken eingegangen“ und hatten „mehr Ballbesitz, waren gefährlicher und aggressiver“.
Doch zu einem Unentschieden sollte es bekanntlich nicht mehr reichen. Damit verlor der BVB auch sein drittes Supercup-Finale in Folge.
