Borussia Dortmund dreht einen 0:2-Rückstand bei der TSG Hoffenheim noch in einen 3:2-Sieg Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.
Gregor Kobel: Absoluter Rückhalt in den schwierigen ersten 60 Minuten. Bewahrte den BVB mit einer sensationellen Glanztat gegen Daghims Linksschuss vor einem höheren Rückstand (49.). Bei den Gegentoren absolut machtlos. Ohne seine Paraden wäre das Spiel vor der Dortmunder Aufholjagd entschieden gewesen. Note: 1,5.
Waldemar Anton: In der ersten Halbzeit defensiv oft unter Druck und mit Abstimmungsproblemen. Nach der Pause an einer entscheidenden Szene beteiligt. Gewann den Ball im Forechecking gegen Avdullahu tief in der gegnerischen Hälfte und bereitete das wichtige Tor von Guirassy zum 1:2 perfekt vor. Note: 2,5.
Filippo Mane (bis zur 32. Minute): Stark gefordert gegen agile Hoffenheimer. Nicht immer souverän. Musste das Feld nach etwas mehr als 30 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung verlassen. Note: 3,5.
Joane Gadou (bis zur 62. Minute): Agierte anfangs spürbar nervös. Hatte mit den Hereingaben der TSG Probleme. Stabilisierte sich erst, als der BVB höher presste und Hoffenheim vom eigenen Strafraum fernhielt. Note: 3,5.
Daniel Svensson: Erlebte auf seiner Seite ein extrem schweres Spiel gegen die agilen Hoffenheimer Flügelstürmer. In der ersten Stunde fand er kaum Zugriff auf die gegnerischen Angreifer, verhinderte nur selten die Hereingaben. Profitierte deutlich von der Umstellung auf Viererkette. Note: 4.
Julian Ryerson: Große Probleme mit dem Hoffenheimer Linksverteidiger Rots. So ging auch der Vorstoß zum 0:1-Rückstand über seine Seite. Im Spiel nach vorne zeigte er bei seinen Flanken Licht und Schatten. Steigerte er sich erst in der letzten halben Stunde, als der BVB Moral bewies und die Partie noch in einen 3:2-Erfolg drehte. Note: 4.
Jobe Bellingham: Begann unauffällig und rieb sich in vielen intensiven Zweikämpfen in der umkämpften Anfangsphase auf. Fand mit zunehmender Spieldauer eine bessere Balance und half dabei, die Kontrolle im Mittelfeld zu gewinnen. Note: 3.
Nmecha mit gebrauchtem Tag
Felix Nmecha (bis zur 46. Minute): Erlebte einen völlig gebrauchten Nachmittag im Kraichgau und war der schwächste Dortmunder auf dem Feld. Im zentralen Mittelfeld bekam er zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Partie. Offensiv setzte er keinerlei Akzente, offenbarte zudem in der Rückwärtsbewegung gravierende Mängel. Kovac zog folgerichtig die Reißleine und wechselte ihn bereits zur Halbzeitpause aus. Note: 5.
Konstantinos Karetsas (bis zur 62. Minute): Tat sich lange Zeit sehr schwer, kreative Akzente zu setzen. Dem Mittelfeld fehlte lange Zeit der Zugriff auf die zweiten Bälle. Zeigte gute Ansätze, als der BVB nach der Pause das Tempo anzog – mehr aber auch nicht. Note: 4.
Maximilian Beier: Sehr bemüht an alter Wirkungsstätte. Lief extrem viel an, traf im letzten Drittel aber häufig die falsche Entscheidung und kam im Zentrum selten entscheidend durch. Note: 3,5.
Serhou Guirassy (bis zur 87. Minute): Hing eine Stunde lang komplett in der Luft. Bewies in zwei Szenen aber seine Klasse. Blieb vor dem Tor cool und lupfte den Ball elegant über Baumann hinweg zum wichtigen 1:2-Anschlusstreffer. Bereitete den Ausgleich durch Fábio Silva mit brillantem Steckpass vor. Note: 2.

Einwechselspieler:
Ethan Nwaneri (ab der 32. Minute): Kam nach gut 30 Minuten für den verletzten Mane in die Partie. Belebte das Spiel über links enorm und erzwang kurz vor dem Schlusspfiff mit seiner scharfen Hereingabe das erlösende Eigentor zum 3:2-Sieg. Note: 2,5.
Joey Veerman (ab der 46. Minute): Brachte die dringend benötigte Struktur in das Dortmunder Mittelfeld. Stopfte die defensiven Löcher im Zentrum, die in der ersten Hälfte noch klafften. Veerman überzeugte mit einer hohen Passsicherheit im Aufbauspiel. Note: 2,5.
Fábio Silva (ab der 62. Minute): Belebendes Element in der Offensive. Sorgte nach seiner Einwechslung für neuen Schwung. Eiskalt mit genauem Abschluss zum 2:2. Setzte mit einem klugen, präzisen Zuspiel Nwaneri im Strafraum perfekt in Szene und leitete damit den Siegtreffer ein. Note: 2.
Luca Reggiani (ab der 62. Minute): In seinen knapp 30 Einsatzminuten warf er sich leidenschaftlich in die Zweikämpfe, kassierte in der 76. Minute nach einem rustikalen Einsteigen eine verdiente Gelbe Karte. Half tatkräftig dabei mit, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Note: 3,5.
Marcel Sabitzer (ab der 87. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.
