„Früher oder später Titel gewinnen“: BVB-Keeper Kobel bläst zur Jagd auf Trophäen

Da denkt einer noch lange nicht ans Aufhören. „Ich bin ja immer noch relativ jung für einen Torwart“, meint Gregor Kobel. Verglichen mit dem nun schon 40 Jahre alten Manuel Neuer ist der Schlussmann von Borussia Dortmund fast noch ein Jungspund. Schließlich zählt er gerade einmal 28 Lenze.

„Solange der Antrieb da ist und der Körper mitmacht, kannst du als Torwart sicher noch einige Zeit spielen“, sagt Kobel in einem Vereinsinterview. „Die Torhüterjahre von 28 bis 34“ seien die besten, ist der Schweizer überzeugt.

Schon in den vergangenen Spielzeiten lieferte der BVB-Schlussmann regelmäßig ab. Der kicker listete Kobel in seiner Winter-Rangliste 2022/23 erstmals als Nummer eins der Bundesliga. Weitere fünfmal krönte das Fachblatt den gebürtigen Züricher anschließend zum Top-Torsteher des Oberhauses.

„Es ist für jeden sehr schön, wenn er für harte Arbeit, für alles, was er investiert und geleistet hat, Anerkennung bekommt“, freut sich der Keeper der „Nati“ über die Auszeichnung. „In erster Linie versuche ich mein Spiel zu spielen, der Mannschaft zu helfen, um erfolgreich zu sein. Alles andere kommt ein bisschen nebenher“, ist er überzeugt.

Seit 2021 trägt Kobel das Trikot von Borussia Dortmund. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. Regelmäßig wird er mit anderen Vereinen in Zusammenhang gebracht. Fakt ist aber auch: Der Schlussmann ist immer noch da. Ehrgeizig ist er wie am ersten Tag. „Wenn du bei Borussia Dortmund spielst, willst du früher oder später Titel gewinnen“, setzt er sich selbst hohe Ziele.

Sein Trophäenschrank ist ungeachtet seiner Klasse immer noch ziemlich verwaist. In der Saison 2013/14 gewann Kobel mit der U18 von Grasshopper Zürich die Schweizer Meisterschaft. Doch seitdem ist er leer ausgegangen.

Top-Leistungen auch bei der WM

Bei der Fußball-WM erreichte der Dortmunder Torsteher mit den Eidgenossen das Viertelfinale. Dort kam gegen Argentinien das Aus nach Verlängerung (1:3). Dennoch überwiegen die positiven Erfahrungen. „Man spürt die Tragweite und die Kraft, die so ein Turnier beinhaltet“, meint der 27-malige Nationalspieler. „Die Finalspiele zu spielen in den verschiedenen Städten, war eine großartige Erfahrung für mich, und ich bin sehr happy, dass ich meinem Team helfen konnte.“

Gregor Kobel und Lionel Messi
Foto: Getty Images

Auch die FIFA lobte die Leistungen Kobels bei der WM. „Der Schweizer Schlussmann überzeugte mit starken Paraden und ruhigem Aufbauspiel“, attestierte der Fußball-Weltverband dem BVB-Profi. Und weiter: „Mit elf Paraden bei 13 Abschlüssen auf sein Tor, 25 Torverhinderungen und 93 erfolgreichen Pässen gehörte Kobel zu den Schlüsselfiguren“ im Team der Alpenrepublik.

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