Kovac kündigt vor Borussen-Duell an: „Nmecha-Einsatz nur, wenn…“

Es ist vollbracht: Borussia Dortmund hat die Teilnahme an der Champions League in der Tasche. Nach dem furiosen 4:0-Erfolg gegen den SC Freiburg geht der BVB sicher in der Königsklasse an den Start. Am Sonntag (3. Mai, 17:30 Uhr) steht die Partie in Mönchengladbach auf dem Plan. „Es ist auch immer ein kleines Prestige-Duell“, sagt Niko Kovac (54).

Im Borussen-Derby muss der BVB-Trainer auf einige Stammkräfte verzichten. Felix Nmecha (25) ist nach seinem vor mehr als vier Wochen erlittenen Außenbandriss im Knie noch keine Option. Der Mittelfeldstratege befinde sich aber „auf dem Weg der Besserung“, freut sich Kovac am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel am Niederrhein.

Gegen Mönchengladbach fehlen neben dem langzeitverletzten Emre Can (32) weiterhin Karim Adeyemi (24) und Niklas Süle (30). Die Ausfallliste ergänzt jetzt auch Ramy Bensebaini (31), der sich in Folge des Freiburg-Spiels mit einem geschwollenen Fuß plagt. Der zuletzt überragende Algerier wird daher am Sonntag wohl passen müssen. Besser sieht es dagegen für die erkrankten Yan Couto (23) und Jobe Bellingham (20) aus, die am Wochenende wieder zur Verfügung stehen dürften.

Lob für Youngster-Duo

Gerade das Fehlen des Mittelfeldmotors Nmecha macht sich im Aufbauspiel von Borussia Dortmund bemerkbar. Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die am 11. Juni beginnt, möchte Kovac allerdings kein Risiko eingehen. „Natürlich ist die WM ein Ziel, aber wir müssen trotzdem auch aufpassen, dass wir nicht zu schnell zu viel wollen“, begründet der Chef-Coach seine Entscheidung, nur einen auch wirklich fitten Nmecha zu bringen. „Eine WM ist wichtig“, sagt Kovac, „aber wenn du nicht gesund bist, hilfst du dir selbst nicht, der Mannschaft nicht und dem Klub nicht für die Zukunft.“

Ziel in der Bundesliga sei nun die Vize-Meisterschaft, ergänzt der gebürtige Berliner. Sollten die Schwarz-Gelben ihren zweiten Platz verteidigen, könne es gut sein, „dass ich ihn gar nicht mehr bringe“, kündigt der 54-Jährige an, denn: „Wir wollen kein Risiko eingehen.“

Niko Kovac und Felix Nmecha
Foto: Getty Images

Mit Samuele Inácio (18) und Mathis Albert (16) nutzten zwei Youngster zuletzt ihre Chance. „Es geht nie um jung oder alt, es geht immer um gut oder weniger gut“, macht Kovac beiden Hoffnung auf weitere Einsatzminuten. „Die Entwicklungen haben uns gezeigt, dass sie sehr viel Gas geben im Training, sehr viel Qualität haben und auch akzeptiert sind von den Jungs.“

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